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restaurant mutter / sch’berg

June 3, 2009

June 03, 2009

Liebe Mutti,

als ich neulich abends bei Dir zu Besuch war, hatte ich bereits bei einer koketten Kokotte gespeist – zu Deinen Thai & Sushi-Angeboten kann ich daher leider garnichts sagen. Höchstens vielleicht, daß mich solche Kombinationen eher mißtrauisch machen.

Deine happy hour war auch bereits verstrichen, Cocktails gabs also nicht zum Familien/Freundschaftspreis.

Nachdem von einem Deiner holden Töchterlein das Vorhandensein von Ingwerbier verneint wurde, gabs Mojito statt London Buck. Trinkbar, vielleicht einen Tick zu süß.

Bei einer weiteren Inspektion der Karte allerdings stieß ich auf Moscow Mule, dessen Zutatenliste – wie sich das gehört – Ingwerbier beinhaltete. Eine wilde Mischung aus Vorfreude und Verwirrung trieb mich an die Theke, an der just in diesem Moment Deinem Töchterlein vom Barkeeper/bösen Onkel die Leviten gelesen wurden, vermutlich aufgrund einer Fehlbestellung o. ä.

Bei Familienkrach stört man zwar nicht gerne, die Ingwerbier-Frage wollte ich aber trotzdem klären. Ja, Ingwerbier gäbe es wohl doch, schonschon, sie wisse aber jetzt gerade nicht, was das koste, so pur. Och, meinte ich, das ist mir ja völlig schnuppe, Hauptsache, Ihr habt das Zeug und könnt mir damit ein feines Getränk mischen… einen Moscow Mule zum Beispiel! Der böse Onkel hörte nur mit halben Ohr zu & nickte geistesabwesend und schwupp – kurze Zeit später stand schon der “Moscow Mule” auf dem Tisch.

Liebe Mutter, lieber Onkel, liebes Töchterlein:

Ingwerbier ≠ Ginger Ale. Ehrlich. Ist nicht dasselbe, auch nicht das gleiche. Den Unterschied sollte man kennen, findet

Euer Häschen

PS: Die Ziggi habe ich nur aus Versehen mitgenommen, ich rauch’ doch gar nicht mehr ‘-D

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muschi obermaier / mitte

October 23, 2008

October 23, 2008

Nach einem langen, wie es schien schier endlosen Feuertopf im 5 Flavor marschierten wir rüber ins Muschi.

Ha.  Lustiger Name.  Und einfacher für ne Verabredung per SMS als “Wenn ick reich bin, koof ick mir usw. usf.” oder andere Berliner Hey-unsere-Bar-hat-den-originellsten-Namen-der-Republik-Vertreter.

Die Luft ist – ja, katastrophal.  Kann man nicht anders beschreiben.  Und es war erst kurz nach Mitternacht!  Da ist die Zielgruppe ja noch nicht einmal angezogen, gestylt oder vorgeglüht (ich als nur noch so Zwischendurch-Raucherin bemängele dies, zu anderen Zeiten wäre es mir vermutlich gar nicht weiter aufgefallen).  Zum Glück saßen wir direkt vorm Eingang in der Sitzgruppe, was die regelmäßige Sauerstoffversorgung ermöglichte.

Ich trank Augustiner Helles, Preis ist mir unbekannt, da ich eingeladen wurde.

Die Musik war klasse (ich erinnere mich nur an Vintage-Bowie gemischt mit anderen gefälligen Stücken), das Publikum nicht zu jung & unaufgeregt.

Trotzdem ertappte ich mich bei dem Gedanken “gähn, viel passiert hier aber auch nicht, oder?”

Ich habe sehr wohl an anderer Stelle kneipentechnisch schon in Nostalgie geschwelgt, aber der Reiz der Kneipe scheint sich meines Erachtens vorwiegend der/m Unverpaarten zu erschließen.  Jeder Abend die Verheißung, etwas Besonderes zu erleben.  Und – machen wir uns nichts vor – besonders wird der Abend doch erst, wenn man jemandem begegnet, der den Abend besonders macht, oder?  Sicher, gute Musik & Getränke sind auch nicht ohne, aber geht man deswegen vor die Tür?  Das kann man zuhause genauso gut, wenn nicht sogar besser & preiswerter haben.  Die Verpaarten wissen dies, trinken guten Wein bei guter Musik zuhause und gehen stattdessen gut essen :-D

Aber das (die?) Muschi hat schon was….