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parlamento degli angeli / xberg

July 11, 2008

July 11, 2008

Das Parlament der Engel hat vor einigen Wochen seine Tore in der Bergmannstraße eröffnet – leider in einem ehemaligen Waschsalon/Weinladen, vor dem ich daher neulich hoffnungsfroh, aber vergeblich mit Wäschesack stand, um die dort früher angesiedelten Trockner zu benutzen.  Unverrichteter Dinge trollte ich mich nach Hause & ertrage seither leise vor mich hin jammernd knusprige Hemden von der Wäscheleine.  Aber ich schweife ab…

Dieser Laden ist jedenfalls seit seiner Eröffnung jeden Tag proppevoll – meine Neugier war geweckt.

Mir war gestern nach Pfifferlingen, und siehe da, eines der Tagesangebote “Frische Tagliatelle im Parmesanlaib flambiert (uiuiui!) mit Speck und Pfifferlingen” klang so ganz nach meinem Geschmack.

Die Kellner umschwirrten fleißig alle Tische draußen & pronto standen die Getränke auf dem Tisch.  Brot wurde gebracht, Olivenöl auf ein Tellerchen gegossen & mit Salz und Pfeffer gewürzt.  Das mache ich normalerweise gerne selbst, aber egal.  Nett gemeint.  Dann wurde der avisierte Parmesanlaib auf einem Rollgestell zusammen mit Flambier-Alkohol an den Tisch gerollt & mit einer Art scharfem Kämmchen Parmesan im Laib ausgelöst, welcher dann mit einem Handtuch abgedeckt wurde.  Als Vorspeise hatte ich einen kleinen Salat bestellt, der nicht zu klein und nicht zu groß war, mit einer netten Vinaigrette.  Auch hier pfefferte der Kellner, m. E. ein wenig eigenmächtig, was das Zeug hielt meinen Salat, ohne vorherige Nachfrage, ob dies gewünscht sei….

Es brummte jedenfalls auch an diesem Abend wie in einem Bienenstock.  Die wahre Größe des Personals zeigte sich allerdings, als ein Wolkenbruch die Gäste nach drinnen zwang:  in nullkommanix wurden alle im bereits recht vollen Restaurant untergebracht, uns wurde ein neuer Tisch hingestellt, an dem auch direktemang unser Essen serviert wurde.

Ich hatte bereits interessiert dem Flambieren meiner Nudeln zugesehen, muß aber gestehen, daß mich das Ergebnis nicht umgehauen hat.

Einer der Pizzabäcker verbrachte viel Zeit damit, pizzateig-wedelnd, -schleudernd und -drehend durch das Restaurant zu schlendern, was einige Gäste ein wenig aus der Fassung, den Großteil allerdings zum Klatschen brachte.

Gastrotainment at its cheesiest, könnte man in zynischer Laune sagen.   Uns hat es Spaß gemacht, man fühlt sich dort wohl, das Essen ist solide.  Kann man ruhig mal wieder machen & bei der Gelegenheit dann auch das Vitello Tonnato probieren.

due forni / p’berg

June 24, 2008

June 24, 2008

War gestern mal wieder dort. Unser Kellner war freundlich (ich weiß, ist nicht unbedingt zu erwarten, vielleicht lags am ‘nicht mehr ganz so punkigen’ Alter?).

Am reiferen Alter lags sicher auch, daß er unseren Bestellzettel verloren hatte, wofür er sich immerhin ausgiebig entschuldigte, statt uns irgendeine italienische Unverschämtheit an den Kopf zu werfen – kommt da ja häufiger vor…..

Die Pizza war wie immer ordentlich: mir schmeckt sie halt auch mit der teilweise bedenklich schwarzen Krebskruste am Rand ‘-)

Den Salat zum Selbermachen habe ich bisher nur einmal vor sehr langer Zeit bestellt. Eine ganze Tomate zersäbeln kann ich für billiger zuhause, das muß im Resto nu wirklich nicht sein.

Im Biergarten vor der Tür sitzt es sich nett & man hat einen guten Blick auf den Pfefferberg, wo man noch länger auf sein Bier warten muß, obwohl da Selbstbedienung herrscht!