Archive for the ‘begegnungen’ Category

bar nou? no. no more….

September 18, 2012

bar nou, one of my favorite berlin cocktail bars, apparently just lost the majority of their staff due to reasons unknown to me…. which is why my man michael & his friendly colleagues are no longer working there.

guess we’ll hafta stick to stagger lee & reingold from now on. oh, well.

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strange snacks

June 7, 2011

staying at a lovely british lady’s pad this summer.  found this on the coffee table:

mmmmm... tasty rocks!

no wonder the brits have such bad teeth if they’re snacking on rocks.

anrollern zum 1. mai – sonne, vespen, heiterkeit

May 8, 2011

die meisten meiner freunde, denen ich den eigentlichen grund für unsere frühere ankunft in berlin dieses jahr verriet, bedachten mich überwiegend mit blicken, die sie sonst für schwachsinnige und/oder kinder reservieren –

an meiner entscheidung, nach 4-jähriger pause beim traditionellen anrollern am 1. mai endlich wieder dabei zu sein, war allerdings nicht zu rütteln.  vielleicht würde diesmal sogar die polizei mitspielen und nicht wieder überraschend versuchen, alle teilnehmer zu verhaften (wie seinerzeit 2006, als einige motorrad-bullen den roller-konvoi vom kanzleramt über den potsdamer platz bis unter den linden “leiteten”, um dann sämtliche vespen-fahrer aufzufordern, ihre motoren abzuschalten und rechts ranzufahren.  die vespen & wir taten freilich das gegenteil und sausten flugs über den flaniermittelstreifen auf die andere straßenseite, um dann in alle richtungen zu verschwinden… aufregende angelegenheit, das).

nur das wetter musste mitspielen.  und das tat es auch:

vespen, sonne, jaaaaaaa.

an einem strahlend blauen sonnentag bei leider etwas frischen temperaturen (16˚C) fand sich ein großer haufen roller-enthusiasten auf dem winterfeldtplatz ein.

schöneschöne bunte vespen.

viele vintage roller waren zu bewundern, unter anderem auch eine ausgesprochen schicke vespen-fahrerin.

fabulously dressed to the nines!

um kurz vor 2 uhr ging es dann los – den ku’damm runter richtung grunewaldturm, vorbei an vielen staunenden touristen und durch herrlichen frühlingswald.

(hier wären jetzt ein paar grandiose videos zu sehen, wenn ich mich denn dazu durchringen könnte, den video-upgrade für wordpress à knapp 60 euro zu berappen.  will ich jetzt aber grad nicht.  sorry.)

am turm gabs hübschen jazz mit einer begabten sängerin, lecker bier & mäßige bratwurst. der blick idyllisch.

Grüner Wald mit See.

wir hatten es uns tatsächlich so bequem gemacht, daß wir die abfahrt des großteil der vespen verpaßten und die rückfahrt sich in einer recht kleinen gruppe eher profan vollzog.

chick on a stick

an der goldelse versammelten sich noch einmal alle nachzügler für mehrere runden, bis die vespen so nach und nach in ihre diversen heimathöfe & -straßen abzischten.

bemerkenswert fand ich es übrigens, dass bei sämtlichen gemischten pärchen der mann am lenker saß – ich war tatsächlich die einzige, die einen männlichen sozius hatte. von gleichberechtigung hält man in dieser szene anscheinend nicht sehr viel.

but who cares – ich “durfte” ja vorne sitzen :-D

su mirtú – redux

August 11, 2010

uh-oh.  alte blogger-weisheit:  bevor man ein restaurant beurteilt, lieber zweimal hingehen.  gesagt, getan…. und bitter bereut.

an einem sonntag im august fanden wir uns gegen 20 uhr am wasserturm ein, wo der außenbereich des kleinen italieners bereits gut besucht war.  schnell wurde ein tisch für uns bereitgestellt, auf karte oder die möglichkeit einer bestellung mußten wir leider unangemessen lange warten, da der oberkellner damit beschäftigt war, einen eingedeckten, nicht besetzten tisch mit servietten, tellern und speisekarten zu versorgen & zwischendurch zu rauchen.

eine knapp halbe stunde später schon konnten wir dann unsere bestellung abgeben – eine gemischte vorspeisenplatte mit frischem fisch & meeresfrüchten, penne mit scharfer salami sowie malloreddus (sardische hörnchennudeln) mit ‘weißem ragu’.

die vorspeisenplatte erschien nach einer geschlagenen ¾ stunde:  ein teller mit lieblosest dahingeschlotzten shrimp, zwei knapp dem teenager-alter entwachsenen langusten (?) sowie drei meereszungenfilets in einer etwas wässrigen tomaten”sauce”.  war eßbar, sicher, die shrimps aber zu durch & auch sonst für 11 euro eigentlich eine unverschämtheit.

wir waren um 22 uhr verabredet und wurden um viertel vor doch langsam etwas nervös, da von unsrer pasta nichts zu sehen war (dies immerhin ANDERTHALB STUNDEN nach unserer bestellung).  als ich drinnen nachfragen wollte, kam aber schon der gerade mal nicht rauchende kellner und stellte unsere teller auf den tisch….  leider waren die penne nicht dabei, sondern tagliolini mit shrimp und zucchini.  die sahen zwar gut aus, hatten wir aber nicht bestellt & wollten wir auch nicht essen.  das fand der kellner offenbar unzumutbar und räumte grummelnd den teller ab.  auf unsere nachfrage, wie lange wir jetzt noch auf die penne warten müßten, da wir quasi JETZT verabredet seien, kam ein genervtes “das muß jetzt frisch gekocht werden”.

interessanterweise fanden sich die penne aber dann doch noch irgendwo in der küche an, ebenso lieblos hingeklatscht wie meine hörnchennudeln (etwa ein pfund davon)

chappi mit einem pfund nudeln

mit dem mysteriösen ‘weißen ragu’, dessen herkunft ich lieber nicht erfahren möchte.  die scharfe salami bestand aus verkokelten salami-fetzen.

was eine doch recht ansehnliche menge von leuten, vermutlich aus der nachbarschaft – die ja weiß gott gastronomisch nicht gerade unterversorgt ist – dazu treibt, sich dieser katastrophe auszusetzen, kann ich mir nur mit einem starken hang zum masochismus erklären.

geht wirklich gar nicht.

berliner zivilcourage oder wie ich in der U6 “nazi” wurde

October 7, 2009

vor einigen monaten, mutti zu besuch.  auf dem rückweg von der botschaft der elfenbeinküste, wo meine mutter für eine uno-kollegin ein visum abgeholt hatte.  meine mutter gehört, wie auch meine schwester (und seinerzeit auch mein vater) zu den leuten, die das wort ‘neger’ recht beiläufig,  sorgen- und schmerzfrei verwenden – für meine in den letzten 8 jahren amerikanisierten und daher in dieser hinsicht recht sensibilisierten hasenöhrchen allerdings auch hierzulande nicht vertretbar, selbst, wenn ich für die dezidiert un-rassistischen ansichten meiner nächsten familie meine hand ins feuer lege.  trotzdem wird es hierzu sicher ordentlich kommentare hageln. >seufz<.

wir stehen also in der U6, als meine mutter in ihrer mischung aus bühnengeflüster und kindlicher unbefangenheit folgende worte spricht:  “guck mal, das ist aber eine schöne negerin!”  ich daraufhin, nicht ganz so laut: “liebe mama, ich glaube, man verwendet heutzutage die worte ‘afro-deutsche’ oder ‘schwarze’.  Du hast aber recht, das ist eine sehr hübsche frau”.  soweit der wortwechsel.  neben uns eine junge dame, die stumm allerlei verärgerte grimassen schneidet.  während der nächsten 4-5 stationen hatte sich unsere aufmerksamkeit längst auf eine in der u-bahn befindliche anzeige für eine wissenschaftliche studie zu “sexuellem desinteresse bei frauen über 35” verlagert, für die noch teilnehmerinnen gesucht wurden – woraufhin ich scherzte, das seien vermutlich alles verheiratete frauen.  schenkelklopf.

an der nächsten haltestelle steigt die junge dame aus, die, vermutlich noch schwer traumatisiert ob der unfaßbaren äußerungen 10 minuten schweigend neben uns gestanden hatte, … und zischt uns im vorbeigehen “NAZIS!” entgegen.  hinter ihr eine weitere dame, die “recht hat sie!” hinzufügt und ebenfalls aussteigt.  donnerwetter.  da haben uns diese beiden engagierten bürgerinnen aber mal so richtig gezeigt, wo der haken bzw. das hakenkreuz hängt.  wehret den anfängen.

keine uhrzeit? schlaganfall!

July 3, 2009

neulich vorm schlesisch blau.  ich steh draußen vor der tür, um ein wenig ‘frische’ luft zu schnappen & schlendere mit meinem rotweinglas zu der vor der tür befindlichen bushaltestelle, um zu schauen was fährt und wann.  es stellt sich bald heraus:  nix und niemals, zumindest nicht richtung schöneberg.  als ich richtung tür gehe, fragt mich eine ältere dame in einem mufu-rollstuhl “ey, wieviel uhr isses denn?”  ich, unbe-uhrt, erwidere “tut mir leid, keine ahnung.”  daraufhin die dame “wieso das denn, Du hast doch grade da auf den busplan geguckt!”  ich, leicht verunsichert “ja, schon.  aber da steht ja nicht, wie spät es ist.”  “wat is denn dit für ne antwort!  na dit is ja’n ding!zetermoserunverständlichesgebrummel.”  ich will mich schon wieder zurück zu meinem tisch begeben, als die dame sich noch einmal zu mir umdreht und mir zum abschied noch dies auf den weg mitgibt: “also, für sonne unverschämte antwort, da wünsch ich Dir aber auch n schlaganfall an hals, aber hallo!”

ach, berlin.