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anrollern zum 1. mai – sonne, vespen, heiterkeit

May 8, 2011

die meisten meiner freunde, denen ich den eigentlichen grund für unsere frühere ankunft in berlin dieses jahr verriet, bedachten mich überwiegend mit blicken, die sie sonst für schwachsinnige und/oder kinder reservieren –

an meiner entscheidung, nach 4-jähriger pause beim traditionellen anrollern am 1. mai endlich wieder dabei zu sein, war allerdings nicht zu rütteln.  vielleicht würde diesmal sogar die polizei mitspielen und nicht wieder überraschend versuchen, alle teilnehmer zu verhaften (wie seinerzeit 2006, als einige motorrad-bullen den roller-konvoi vom kanzleramt über den potsdamer platz bis unter den linden “leiteten”, um dann sämtliche vespen-fahrer aufzufordern, ihre motoren abzuschalten und rechts ranzufahren.  die vespen & wir taten freilich das gegenteil und sausten flugs über den flaniermittelstreifen auf die andere straßenseite, um dann in alle richtungen zu verschwinden… aufregende angelegenheit, das).

nur das wetter musste mitspielen.  und das tat es auch:

vespen, sonne, jaaaaaaa.

an einem strahlend blauen sonnentag bei leider etwas frischen temperaturen (16˚C) fand sich ein großer haufen roller-enthusiasten auf dem winterfeldtplatz ein.

schöneschöne bunte vespen.

viele vintage roller waren zu bewundern, unter anderem auch eine ausgesprochen schicke vespen-fahrerin.

fabulously dressed to the nines!

um kurz vor 2 uhr ging es dann los – den ku’damm runter richtung grunewaldturm, vorbei an vielen staunenden touristen und durch herrlichen frühlingswald.

(hier wären jetzt ein paar grandiose videos zu sehen, wenn ich mich denn dazu durchringen könnte, den video-upgrade für wordpress à knapp 60 euro zu berappen.  will ich jetzt aber grad nicht.  sorry.)

am turm gabs hübschen jazz mit einer begabten sängerin, lecker bier & mäßige bratwurst. der blick idyllisch.

Grüner Wald mit See.

wir hatten es uns tatsächlich so bequem gemacht, daß wir die abfahrt des großteil der vespen verpaßten und die rückfahrt sich in einer recht kleinen gruppe eher profan vollzog.

chick on a stick

an der goldelse versammelten sich noch einmal alle nachzügler für mehrere runden, bis die vespen so nach und nach in ihre diversen heimathöfe & -straßen abzischten.

bemerkenswert fand ich es übrigens, dass bei sämtlichen gemischten pärchen der mann am lenker saß – ich war tatsächlich die einzige, die einen männlichen sozius hatte. von gleichberechtigung hält man in dieser szene anscheinend nicht sehr viel.

but who cares – ich “durfte” ja vorne sitzen :-D

tian fu / w’dorf

July 22, 2009

finally, my quest to find an adequate substitute for my favorite sichuan haunt in PA has come to a glorious end!

perhaps my previous virginity regarding sichuan food has kept me from discovering this chili-haven located on uhlandstrasse – after all, it’s been around for over a decade, and it took me this long to find it.

i’ve been back three times now (more than any other berlin resto this summer), and i’ll most definitely be back – for their cucumber salad with chili oil, the stir-fried water spinach

water spinach with fresh chili peppers

water spinach with fresh chili peppers

the ma po tofu, or any of the braised dishes

braised ocean perch & vegetables in hot chili oil

braised ocean perch & vegetables in hot chili oil

brimming with my latest serious addiction:  the sichuan peppercorn.  its unique floral aroma and slightly numbing qualities, making it possible to ingest large numbers of very spicy chili peppers predominant in many sichuan dishes, has become a flavor i not only crave, but can conjure in my mouth days later.  i love it, i love it, I LOVE IT!

i urge anyone looking for excellent sichuan food in berlin – a city where cantonese restaurants still make up the vast majority – to check this place out!  granted, you’ll have to insist they don’t hold back on the desired spiciness, which remains the dilemma of any non-asian… that is, until you become a regular.  i’d like to consider myself one by now.  hell yeah.

tian fu  /  uhlandstr. 142  /  030 861 3015  /  www.tianfu.de

(reservations highly recommended, even on weekdays).

mr. hai kabuki / w’dorf

January 19, 2008

Für das beste Sushi Berlins fahre ich ca. einmal die Woche von Xberg nach Wilmersdorf. Die Klientel reicht vom Anzugträger über Türsteher-Typen bis zu Collagen- und Botox-behandelten Blondinen, was der Atmosphäre aber in keinster Weise einen Abbruch tut. Meist läuft Lounge oder Jazz, in letzter Zeit erlebt man allerdings häufiger einen schrägen 80s flashback (“Juliet” von Andy Gibb! oh my!).

Von 12 bis 16 Uhr bekommt man für 9,50 Euro eine (ausgezeichnete) Misosuppe, 3 Teller Sushi, die man sowohl vom die Bar umströmenden “Fluß” pflücken als auch extra bestellen kann; hierzu gibt es bottomless Jasmin- oder Grünen Tee. Außerdem gibt es einen unschlagbar preiswerten Sashimi-Teller mit dicken Scheiben vom Lachs, Butterfisch und Thunfisch – eine geradezu orgiastische Geschmacksexplosion im Mund. Darüberhinaus werden andere interessante Geschichten (z. B. Garnelen oder versch. Fischsorten vom heißen Stein mit grünem Spargel gefüllt) angeboten. Der Fisch ist immer superfrisch, die Sushi-Chefs sind kreative Genies – was immer man sich aussucht, es ist jedesmal eine Offenbarung. Man sitzt direkt am Geschehen und kann den Zauberern bei der Arbeit zusehen. Fast bei jedem Besuch gibt es mindestens eine neue Nigiri oder Maki-Variation (z. B. Butterfisch mit grüner Zwiebel, oder geflämmter Lachs auf grünem Spargel – letzteres zur Zeit mein absoluter Favorit. Die dekorieren das mit so einem hausgemachten Sößchen, in das ich mich am Ende meiner Tage gerne hineinschmeißen und darin ertrinken möchte.

Yowzah, ist das lecker. Ich muß dringend mal wieder hin…