su mirtú / p’berg

eigentlich wollten wir zum von allen seiten gepriesenen femmina morta… auf dem weg zum aperitif-bier im enddorn entdeckten wir jedoch schräg gegenüber dem wasserturm, wo vormals portugiesische tapas angeboten wurden, das su mirtú –  sardische küche mit einer appetitanregenden tageskarte. die nähe zum enddorn sowie der unberechenbare berliner “sommer” (wann kommt das nächste gewitter?) gaben den ausschlag:  das femmina morta wird vertagt.

der kellner, supernett und gut gelaunt – trotz, wie er uns verriet, durchtanzter nacht im cookies – deckte flink einen tisch draußen ein.

die vorspeisen:  antipasti vegetale

antipasti vegetale

antipasti vegetale

(gegrillte zucchini, karotten, aubergine & paprika, sowie spinat mit einem hauch knofi –)

vitello tonnato

vitello tonnato

vitello tonnato

& carpaccio di manzo mit dem unvermeidbaren rucola

DSCF0619

waren durchweg klasse;  alles sehr frisch, gut angemacht, serviert zusammen mit brotkorb und oliven.  dazu gab es mäßigen offenen wein – der pinot grigio war ziemlich langweilig & leider nicht genug gekühlt, der chianti durchaus trinkbar.

zwischen vorspeisen und hauptgerichten muß sich in der küche eine feurige romanze entwickelt haben, da der koch – von jäh entflammter leidenschaft verblendet – tief ins salzfaß gegriffen hatte:  die pappardelle mit butterzarten baby calamari

pappardelle mit baby-calamari

pappardelle mit baby-calamari

waren viiiiieeeel zu salzig.  ich bin weiß gott kein salzverächter und hasse es, wenn einem magenfreundlich “gewürzte” schonkost verabreicht wird.  salz – wohlgemerkt wohldosiert – ist, ebenso wie fett, ein wichtiger geschmacksträger und kann aus so manch labbrigem pamps etwas eßbares machen.  hier war allerdings genau das gegenteil der fall.

auch die gegrillte dorade war zwar wunderbar saftig,

dorata alla griglia

dorata alla griglia

die sehr knusprige haut aber leider ebenfalls von salz nahezu ummantelt.

gnocchi mit gorgonzola-sauce & radicchio hingegen waren zu mild im geschmack, der radicchio hätte ein wenig karamellisierung gut vertragen, so roh reingestreut war das irgendwie nix.  meine ravioli mit fisch-füllung und zucchini-sauce waren ebenfalls zu salzig.  einzig der salat mit gegrillten baby-calamari war sehr gut, da nicht von salzminen durchzogen.

die preise liegen mit 6-10 euro für vorspeisen & 10-16 euro für pasta im gehobeneren mittelfeld.

der kellner nahm unsere kritik am essen mit charme entgegen und versprach, dies dem koch mitzuteilen.  vielleicht war der koch ja auch verkatert.  immerhin bekamen wir noch einen digestif aufs haus, anscheinend gibt es aber den mirtú – ein sardischer likör aus den beeren der myrte & und vermutlich namenspate des restaurants – nicht im ausschank.

vielleicht im nächsten sommer?

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8 Responses to “su mirtú / p’berg”

  1. hyke Says:

    Dass die Dorade innen noch saftig war, wundert mich allerdings. Gut dass man das Salz nicht sieht, denn die Pappardelle schauen sooooo gut aus…

  2. Deauville Says:

    Uh. Die Dorade sieht aber aus, als sei sie in Holzkohle verwandelt worden. Wohl im Transformator von Krümmel gegart…

    • bunnyberlin Says:

      nein nein, das ist nur das verkohlte salz. innen drin war die wirklich ok. also zumindest die gabel, die ich probiert habe…

  3. giovanni Says:

    die lupe de mer ist ge kok in lavastainer grill ist nich dorate e sritz mit saltz zu bilaibe saftich drin danke

  4. Prinz Says:

    Hallo Leute!

    Ich kann nur sagen:

    Danke meinem Beruf kenne ich wirklich viele Restaurants in Berlin.

    Jeden Tag kenne ich neue lernen.

    Bin oft mit Politikern, Künstler, Schauspieler oder auch mit Freunden unterwegs. Und Qualität muss immer an erster Stelle sein!

    Ich war oft bei Su Mirtu.

    Die küche war immer hervorragend!

    Einmal mehr Salz in einer Speise kann jedem guten Koch passieren.

    Und es passiert! Oft sogar! Und wird immer wieder passieren! Auch in den besten Restaurants Berlins ist es mir passiert.

    Das habe ich aber nicht gleich am Tag darauf auf der Zeitung drucken lassen!

    Ich finde die Kritik von bunnyberlin unglaubwürdig.

    Wie oft war er in dem restaurant?

    War er nur einmal? Mehrmals?

    Dass er sogar Photos geschossen hat macht die Sache eher verdächtig!

    Was ist das? Ein Kreuzzug gegen jedes Restaurant, das er besucht?

    Wie kann man überhaupt irgendwas beurteilen, nachdem man es nur einmal probiert hat?

    (Dass er mehrmals da gewesen ist, wage ich sogar zu bezweifeln!)

    Die Speisen sehen super aus und schmecken auch so!

    Übrigens: Loup de Mer wird normalerweise in Salzkruste vorbereitet, sodass es saftig bleibt!

    HALLO!!!?

    Ist der Bunny überhaupt ein Fachmann in Sache Gastronomie oder kann sich jetzt jeder beliebige Gast eines Restaurants als neuer Biolek ausgeben und so was ablassen als wäre er Der Gott Des Geschmacks?

    EINE SACHE NOCH: Dass ich mit meinen Gästen neben Biolek, Thomas Herrmans und anderen Promis gesessen habe, und zwar mehrmals, muss ja was bedeuten oder?

    Da

  5. bunnyberlin Says:

    den letzten kommentar konnte ich meiner geschätzten leserschaft einfach nicht vorenthalten. i mean, come ON! jemand, der “mit bio, herrman(n)s und anderen promis gegessen hat????” ich werde langsam berühmt ‘-D

  6. Prinz Says:

    Da ich wegen Arbeit im Ausland war, lese ich erst heute diesen vom “langsam berühmt werdenden” Bunnyberlin verfassten Satz.

    Nur so:

    Ich wollte nur meine Meinung sagen…mehr nicht.

    Aber eins soll klar gestellt werden

    Ich habe nicht mit den Promis gegessen!
    Ich habe neben den “gesessen”!
    Sie waren am Tisch neben uns, nicht an unserem Tisch.

    Ich war mit Politikern dort, die ich aus professionellen Gründen nicht erwähnt habe.

    Für die Leserschaft:
    In den Kreisen ist der gute BB übrigens nicht berühmt.

  7. bunnyberlin Says:

    >schenkelklopf<

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