bath & body works / usa

November 19, 2008

Um vorweg (k)ein großes Geheimnis zu lüften:  Ich bin nicht direkt ein Girlie-Girl.

Ich hasse “shoppen gehen” seit meiner Kindheit wie die Pest, was zu einem nicht unerheblichen Teil an den damit verbundenen olfaktorischen Erinnerungen an fiese Kaufhausluft liegt, die in den späten 70ern und frühen 80ern ungut roch:  allerlei Kunstfasern, konservativer Umgang mit Deodorant und schlechte Lüftung waren so kombiniert, daß ich bereits nach kurzer Zeit entnervt an die frische Luft floh.

Auch heute noch gibt es so Sommertage in der U-Bahn, an denen man sich fragt, ob denn die hippen Mitte-Fuzzis neben tonnenweise Haargel nicht auch Seife und Deo in ihrem durchdesignten Badezimmer stehn haben.

Die ultimative Nasalvergewaltigung erlebte ich aber vor vielen Jahren in Prag, als mein Gesicht während des Wachenwechsels vorm Hradschin von der mich umgebenden Menge in die Achselhöhle eines Kamerahochhalters gedrängt wurde, daß mir Hören & Sehen, leider aber nicht Riechen verging.

Ein weiteres traumatisches Erlebnis war eine Übernachtung bei Freunden, die gerade erst aus Australien nach Schenectady gezogen waren & die offensichtlich sämtliches Stoffzeugs (also ihre Klamotten, aber auch Handtücher und Bettbezüge) mit Mottenkugeln gelagert hatten.  Am glücklicherweise recht trunkenen Vorabend war mir dies dank berauschter Unempfindlichkeit nicht aufgefallen, am Tage darauf aber sehr wohl.

Wer nicht weiß wie Mottenkugeln riechen, wisse dieses:  was auch immer man mit ihnen aufbewahrt, riecht, als ob es im Mund eines vor langer Zeit an Mundgeruch Gestorbenen gelegen hat.  Und man kriegt das nur sehr schwer  aus dem ggfs. mitgebrachten Kopfkissen wieder raus!  Bäh.

Ich habe also eine recht sensible Nase.  Das ist wegen der oben erwähnten Erfahrungen in der Regel mehr Fluch denn Segen, andererseits bin ich aber auch eine große Freundin von guten Gerüchen, Düften, Aromen, etc. etc.

Das heißt nun nicht im Umkehrschluß, daß ich mich sang-, klang- und wahllos in jeder Kosmetikabteilung oder Douglas-Filiale mit beliebigem Nuttendiesel einwölken lasse.

Es bedeutet vielmehr, daß Bath & Body Works zu einem meiner Lieblingsgeschäfte (natürlich auch ne Kette!) gehört.

Es gibt hier für jeden Geschmack eine imposante Auswahl an Körper- und Haarpflegeprodukten, ja, sogar fürs Haus – das ja hierzulande auf gar keinen Fall nach “Haus” riechen darf ‘-), sondern nur nach Pinien, Vanille, oder Apfelkuchen (brrr) – gibt es Duftkerzen und sog. ‘house fragrances’.  Die spinnen, die Amis…

Mich zieht es einzig und allein wegen der zum Teil wirklich sehr, sehr leckeren Body Lotions her, zum Beispiel:  Midnight Pomegranate, Warm Vanilla Sugar,  Honey & Shea, Brown Sugar and Fig, Irresistible Apple, Sensual Amber, Black Amethyst, Cherry Blossom – die Liste ist unendlich lang.

Sicher, zwischendurch gibt es auch mal Fehlgriffe – eine “Tempations”-Serie bot  u. a. die Duftrichtungen Crème Brûlée, Chocolate Mousse & Cinnamon Bun, was mir persönlich dann doch etwas zu sehr ins desserthafte spielte.

Ich laß mich ja recht gerne vernaschen, möchte dabei aber nicht wie eine Praline  riechen ‘-)

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