renger-patzsch / sch’berg

October 15, 2008

Anfang Oktober, ein kinderfreundlich-frühes Abendessen mit Freunden und deren 10-jährigen Sohn an einem Freitagabend.  Ich hatte einen Tisch reserviert, was für halb sieben allerdings nicht nötig zu sein schien (im Laufe des Abends füllte sich der Gastraum aber stetig).

Die Einrichtung ist sehr hübsch – dunkles Holz, weiße Wände und die sehr schöne Fotographie schaffen eine angenehme Atmosphäre.

Da ich die Tageskarte für das Restaurant betreue, kannte ich das Angebot schon seit einigen Stunden, hatte aber trotzdem große Schwierigkeiten, mich für etwas zu entscheiden.  Schließlich fiel meine Wahl auf die Kürbissuppe mit gerösteten Kürbiskernen & Kernöl, meine Freunde teilten sich den herbstlichen Salat mit roten Beten, Rettich, knusprigem Speck und Croûtons.  Der vom Kinde bestellte Flammekuchen mit Äpfeln, Zucker & Zimt erschien recht bald auf dem Tisch – sehr zur Freude des Jungen, der ordentlich und mit wachsender Begeisterung reinhaute.  Vom Apfel-Zimt-Duft umschmeichelt konnten auch wir nicht widerstehen, ein Stückchen zu probieren:  ein überraschend ‘erwachsener’ Geschmack – mit einer eher sauren Apfelsorte belegt und damit eine schöne Balance zur Süße.

Die Suppe war wunderbar samtig, der Salat eine sehr großzügige Portion, frisch & mit einem gut dosierten Dressing angemacht.

Alle drei Hauptgerichte – Steinpilzrisotto mit Zweierlei vom Kaninchen, Brust und Confit von der Barbarie-Ente mit Berglinsen, geschmorten Schalotten und Selleriepüree sowie Zander in Rotwein-Schalotten-Jus mit Haselnuß-Spinat und Röstkartoffeln waren ausnahmslos perfekt zubereitet, hübsch anzusehen und schmeckten hinreißend.

Für Dessert war obsulat kein Platz, mehr Wein hingegen – ein offener, etwas fader Riesling –- wäre auf jeden Fall gegangen… dies daher auch der einzige Kritikpunkt = der zwar sehr freundliche, leider aber etwas unaufmerksame Service.

Die recht verbreitete Kellnerangewohnheit, mit gesenktem Kopf durch den Gastraum zu schreiten, zielstrebig den einen Tisch anvisierend, für den man gerade Getränke in der Hand hat, schadet dem Wirt (der lieber 3 oder 4 Gläser Wein verkauft statt nur 2) letztlich am meisten.  Aber auch Gäste sind Freunde guter und stetiger Getränkeversorgung.

Weil mich das Essen allerdings wirklich begeistert hatte, habe ich wenige Tage darauf mit Freundinnen meinen Berlinabschied dort gefeiert & wurde wieder nicht enttäuscht.

In Anbetracht meines Zustands am nächsten Morgen – gibt es etwas ätzenderes als verkaterte Transatlantik-Flüge? –  muß die Weinversorgung besser gewesen sein als beim ersten Besuch ‘-)

Ich freue mich jedenfalls schon auf den nächsten…

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