trattoria á muntagnola / sch’berg

June 03, 2008

Mit dem festen Vorsatz, diesen Sommer einige für mich ‘neue’ Italiener in Berlin auszuprobieren – normalerweise ist für großartige Antipasti & Pasta die Trattoria Paparazzi meine verläßliche Anlaufstelle, suchte ich vor kurzem die Trattoria a Muntagnola auf, welche mir von mehreren Seiten empfohlen worden war.

Auf dem Bürgersteig in der ruhigen Fuggerstraße fand sich eine Anzahl gut besetzter Tische, der recht geräumige Gastraum war ob des schönen Wetters leer.

Vor dem Restaurant steht ein VW-Bus oder ähnliches, was anscheinend mit einer “Smokeria” (?) zu tun hat, die es hier zu erhalten gibt, denn in Deutschland gehören die armen Raucher geschützt – wenigstens bis zum 1. Juli ‘-)

Nun aber zur Hauptsache:  sowohl die feste Speisekarte als auch die Tageskarte bieten eine gute Auswahl an Antipasti, Paste & Secondi an.

Zum hausgemachten Brot wurde ein Schälchen gereicht, dessen Inhalt an Potpourri erinnerte, es handelte sich hierbei stattdessen um getrocknete Schalen roter Paprika = hübsch anzusehen, originelle Idee, geschmacklich relativ uninteressant.

Mein Begleiter und ich entschieden uns letztlich für das lukanische 3-Gänge-Menü, welches diverse Antipasti, Paste & Dolci beinhaltete.

Der Vorspeisenteller war umfangreich & daher quantitativ recht beeindruckend – es gab lukanischen Kartoffelsalat, verschiedene Gemüse in diversen Aggregatzuständen (roh, gegrillt, gekocht), Käse & Salami, Fenchel mit einer Anchovis-Capern-Crème, frittierte Sardinen und last, but certainly not least Caponata.

Die Caponata gilt es als einzigen Bestandteil hervorzuheben, da sie schlichtweg fantastisch war… und zwar so gut wie beim Il Contadino Sotto Le Stelle (früher auch im La Rustica, aber den Laden gibts mittlerweile unter dem albernen Namen Ampelmann an anderem Ort sowie ganz offensichtlich mit neuen, aber leider nicht guten Köchen).  Dies erklärt sich dadurch, daß das Contadino von Bruder Mimmo geführt wird – das Rezept ist also ein Familienprodukt.

Die Sardinen waren leider nicht “made to order”, weswegen die Panade ihre Knusprigkeit abgestreift hatte & von einer etwas kreidigen Konsistenz war.

Der Fenchel war lecker, aber so richtig vom Hocker hauen konnte uns nur die Caponata.

Als Hauptgericht gab es 3 verschiedene Paste von der Tageskarte:  Spaghetti mit Thunfisch & Tintenfisch in Tomatensauce (Thunfisch für meinen Geschmack zu durch, Tintenfisch in Ordnung, Sauce stimmig);  Ricotta-Gnocchi mit Salbei-Buttersauce – waren ok, ich mach mir allerdings nicht besonders viel aus Gnocchi;  die Bucatini (?) mit Ragu vom Lamm, Kalb & Rind war von den dreien eindeutig die beste Pasta.

Der Dessertteller bestand aus Tiramisú, Panna Cotta mit Erdbeersauce, Crème Caramel, alle drei ordentliche Portionen – eher zuviel des Guten nach einem doch recht umfangreichen Menü.

Die Bedienung ist freundlich, aufmerksam & professionell.

Trotzdem konnte mich das Essen nicht überzeugen, die Trattoria a Muntagnola ein zweites Mal aufzusuchen.

Nächster Italiener, bitte!

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